Junioren Europameister im Raceboard

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5ce0e4f1eb317Bericht von Felix Kupky

Am 12. Mai, einem Freitag, reiste ich nach Hamburg, um dort an der alljährlich stattfindenden Hamburger Meisterschaft auf dem Oortkaatensee teilzunehmen. Diese Regatta, die ebenfalls Vorrundenregatta der Bundesliga ist, war mit mittleren Winden für mich ein guter Auftakt zur 2019 RACEBOARD JUNIOR EUROPEAN CHAMPIONSHIPS (RJEC), die von Montag, 15. Mai bis Samstag, 18. Mai in Tschechien und zwar auf der Talsperre Nové Mlýny in Mähren, stattfand.

 

Wir fuhren direkt nach der Siegerehrung in Hamburg los und erreichten, nach einer langen Fahrt durch die Nacht, um sieben Uhr am nächsten Morgen den Yacht-Club Dyje. Nachdem wir uns registriert hatten, ging ich sofort für ein Training bei über 20 Knoten auf den See. Den restlichen Tag nutzte ich zum Einstellen meines Materials. Am Abend stand dann die Eröffnungsfeier auf dem Programm. Es waren 79 Herren und 13 Damen aus 16 Nationen angereist.

Am Dienstag begann, so wie in der gesamten Woche, der Regattatag mit einem Skippers-Meeting um 10 Uhr. Dort wurde uns der Kurs erklärt, wir wurden über den Tagesplan informiert und es wurden offene Fragen geklärt. Bei gutem Wind von ca. 20 Knoten wurden sowohl am Dienstag, als auch am Mittwoch drei Wettfahrten ausgetragen. Ich konnte bereits am ersten Tag in der U23-Division in Führung gehen und lag auf dem 34. Platz der Overall-Wertung. Für Donnerstag war schon frühzeitig wenig Wind angekündigt, sodass sich die meisten auf einen Ruhetag ohne Starts einstellten. Die Wettfahrtleitung beobachtete bis 15 Uhr den nicht vorhandenen Wind und zog dann die Flaggen AP über Alpha, was bedeutet, dass den restlichen Tag keine Wettfahrten mehr stattfinden. Einige Teilnehmer hatten dies bereits geahnt und die auf einem Hügel über dem See liegende Burgruine, die wir die ganzen Tage vom Wasser aus sahen, besichtigt. Ich entspannte mich ein wenig und ging an diesem Tag früh ins Bett, denn für den nächsten Tag standen jetzt vier Wettfahrten an, da uns ein Tag fehlte. Bei anfangs wenig Wind, der nicht zum Gleiten reichte, segelten wir erst zwei Wettfahrten und nach einer zweistündigen Pause weitere zwei bei deutlich besseren Windbedingungen. Ich verlor an diesem Tag einige Plätze, aufgrund meines, im Vergleich zu den erwachsenen Windsurfern kleineren 8,5-qm-Segels, das mir in der Junior-Klasse vorgeschrieben ist. Auch der Abstand zu dem Zweitplatzierten in der U23-Wertung verringerte sich, da er ein Segel fuhr, das für wenig Wind besser geeignet ist - bei den Raceboards handelt es sich nicht um eine One-Design-Klasse. Daher wurde es zum letzten Tag noch einmal knapp. Uns trennten nun lediglich noch 17 Punkte und deutlich weniger Platzierungen, als nach den ersten beiden Tagen. Ich musste also die Konzentration behalten und durfte den Ungarn, BENEDEK JANCSO – HUN-207, nicht aus den Augen verlieren. Dies ist mir glücklicherweise gelungen und ich konnte einen auch für mich überraschenden Titel einfahren, schließlich war dies meine erste große Raceboard-Regatta. Am Abend wurden alle Sieger feierlich geehrt. Es gab drei „große“ Sieger: Herren sowie Damen overall und Junior overall. Für den jeweils ersten dieser drei Gruppen wurde die Nationalhymne des jeweiligen Landes gespielt und die Fahne gehisst, auch für mich, ein seltsames, unbeschreibliches Gefühl. Weitere Sieger in Untergruppen wurden etwas weniger aufwendig geehrt. Über Nacht fuhren wir dann wieder nach Hause, um  4:30 erreichte ich Berlin und mein Bett.

Insgesamt war es eine neue und großartige Erfahrung und wahrscheinlich auch ein Beleg dafür, dass das jahrelange Techno293-Training sich auszahlt ;).

Ich möchte mich bei allen bedanken, die mich bis hierhin unterstützt haben und hoffe, dass ich bei der Raceboard-Weltmeisterschaft im Juli, die im Rahmen der Warnemünder Woche ausgetragen wird, noch einmal auf dem Podium stehen werde und zwar im besten Fall wieder ganz oben.

Felix Kupky  GER-2212 "WSeV"

Ergebnisse

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